{"id":668,"date":"2025-05-13T12:27:57","date_gmt":"2025-05-13T10:27:57","guid":{"rendered":"https:\/\/europadonna.ch\/?post_type=medienmitteilungen&#038;p=668"},"modified":"2025-06-25T12:18:27","modified_gmt":"2025-06-25T10:18:27","slug":"medienmitteilung-titel","status":"publish","type":"medienmitteilungen","link":"https:\/\/europadonna.ch\/fr\/medienmitteilungen\/medienmitteilung-titel\/","title":{"rendered":"Brustkrebs-Screening mit klaren Vorteilen"},"content":{"rendered":"\n<p>Gem\u00e4ss den Empfehlungen der europ\u00e4ischen Kommission sollte f\u00fcr Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ein<br>regelm\u00e4ssiges Brustkrebs-Screening organisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>1 Obwohl hinsichtlich Qualit\u00e4t und Zug\u00e4nglichkeit mit einem der weltweit besten Gesundheitssystem ausgestattet, ist die Schweiz eines der ganz wenigen europ\u00e4ischen L\u00e4nder, die beim Brustkrebs auf ein national organisiertes Screeningprogramm bislang verzichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>2 Mittlerweile haben die meisten Schweizer Kantone kontrollierte Mammografie-Screeningprogramme<br>geplant oder eingef\u00fchrt, allerdings die Kantone der Zentralschweiz und Z\u00fcrich mehrheitlich jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>3 Das Ziel zweier aktueller Studien war es, die Ergebnisse solcher Screeningprogramme zu evaluieren. So verglich ein internationales Forscherteam die Innerschweizer \u00abScreeningKantone\u00bb (cantonal screening cantons, Or-SC) und die \u00abNicht-Screening-Kantone\u00bb (oppor-tunistic screening cantons, Op-SC) hinsichtlich des Entwicklungsstadiums der Tumoren bei Erstvorstellung der Patientinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>4 Daf\u00fcr herangezogen wurden die Daten des nationalen Krebsregisters (zwischen 2014 und 2020) mit 19 236 Or-SC- und 2282 Op-SC-Brustkrebs-Patientinnen. Tats\u00e4chlich zeigten Frauen mit der Diagnose Brustkrebs im Alter von 50 bis 69 Jahren der Kantone mit opportunistischem Mammografie-Fr\u00fcherkennungsprogramm bei der Erstuntersuchung hochsignifi-kant h\u00e4ufiger fortgeschrittenere Stadien T2 und T3 und damit gr\u00f6ssere Tumoren, im Vergleich zu den Kantonen, in denen ein Screening angeboten wird (T2: 34,8 % vs. 29,5 %; T3: 7,0 % vs. 4,0 %, p &lt; 0,001). Zu-dem wurden im Op-SC-Gebiet bei 5 % mehr Patientinnen Metastasen in den Lymphknoten diagnostiziert. Damit konnte gezeigt werden, so die Autoren, dass bei Frauen mit Mammakarzinom ohne Screeningprogramme gr\u00f6ssere Tumoren und h\u00e4ufiger Lymphknoten-Metastasen festzustellen sind als in den Kantonen mit entsprechenden Programmen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6heres Gesamt\u00fcberleben dank Screening<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere neue Schweizer Studie kam zu \u00e4hnlich eindeutigen Ergebnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>5 F\u00fcr die Untersuchung wur-den die zwischen 2010 und 2019 erhobenen Registerdaten von Patientinnen mit Brustkrebs aus den Kantonen St. Gallen und Graub\u00fcnden ausgewertet.<\/p>\n\n\n\n<p>5 Bei 1057 von ihnen wurde innerhalb des Mammografie-Screeningprogramms (MSP) \u00abDonna\u00bb und bei 1501 ausserhalb dieses Screenings ein invasives Karzinom gefunden. Dabei zeigten sich signifikante Unterschiede hinsichtlich der Gr\u00f6sse der neu entdeckten Tumoren. So befanden sich die innerhalb des MSP diagnostizierten Karzinome h\u00e4ufiger im fr\u00fchen Stadium I (46,5 % vs. 33,0 %; p &lt; 0,01), waren kleiner (19,1 mm vs. 24,9 mm, p &lt; 0,01) und zeigten im nachfolgenden Follow-up weniger Rezidive und Metastasen (6,7 % vs. 15,6 %, p &lt; 0,01). Die 10-Jahres-\u00dcberlebensrate der Frauen betrug 91,4 % innerhalb und 72,1 % ausserhalb des MSP (p &lt; 0,05). Das Fazit der Forscher: Patientinnen mit Mammakarzinom wiesen innerhalb des MSP sowohl ein h\u00f6heres Gesamt- als auch Brustkrebs-assoziiertes \u00dcberleben auf. \u00dcberdies erlaube die Diagnose fr\u00fcherer Tumorstadien signifikant weniger aggressive Behandlungen. Schliesslich zeigte eine weitere Aus-wertung von Registerdaten (2010\u20132017) des Kantons St. Gallen, dass sich Frauen mit Mammakarzinom innerhalb des MSP signifikant seltener einer Mastektomie unterziehen mussten (10 % vs. 24 %; p &lt; 0,001).<br>Dr. Klaus Duffner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch immer besitzen acht Innerschweizer Kantone kein kon\u00adtrolliertes Mammografie\u00ad-Scree\u00adningprogramm. Dabei zeigen neue Schweizer Studien einen eindeu\u00adtigen Vorteil solcher Programme: Kleinere und weniger fortge\u00adschrittene Tumoren, weniger Me\u00adtastasen, weniger Mastektomien, h\u00f6here \u00dcberlebensraten \u2013 und wahrscheinlich auch \u00f6konomische Vorteile.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":634,"template":"","class_list":["post-668","medienmitteilungen","type-medienmitteilungen","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europadonna.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/medienmitteilungen\/668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europadonna.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/medienmitteilungen"}],"about":[{"href":"https:\/\/europadonna.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/medienmitteilungen"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europadonna.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/634"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europadonna.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}